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Die abwechslungsreiche Geschichte von Torremolinos reicht zurück bis in die Vorgeschichte. Entdecken Sie den Zauber der Vergangenheit, den die Stadt unter ihren Straβen und Gebäuden versteckt.

 

Frühzeit

Obwohl schon menschlich bearbeitete Teile von vor über 150.000 Jahren gefunden wurden, sind die aussagekräftigsten historischen Fundstücke noch immer die neun menschlichen Schädel und einige Gegenstände wie Gefäβe, Pfeile und Schmuck. Sie wurden bei Ausgrabungen in den heute verschwundenen Höhlen Cuevas del Tesoro, Cueva de los Tejones, Cueva del Encanto und der Umgebung des heutigen Castillo de Santa Clara gefunden. Bei Reformen an Letzterem wurden leider alle Fundestellen verschüttet.

Die Auswertung datiert die Fundstücke in die Neusteinzeit, etwa 5.000 Jahre vor Christi Geburt. Diese Epoche zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass der Mensch begann verschieden Tätigkeiten zu erlernen, wie Landwirtschaft, Viehzucht, das Weben von Wolle und die Herstellung von Keramiken und Jagdutensilien. All diese Eigenschaften passen perfekt auf die gefundenen Relikte.

Die Römer

Laut Aufzeichnungen des griechischen Astronom Ptolomeo (200 v. Chr.) befand sich am rechten Flussufer des Guadalhorce, genauer gesagt am heutigen Parador del Golf, die von den Phöniziern gegründete Stadt Saduce. Obwohl sie groβen Einfluss im gesamten Mittelmeerraum besaβ, sind heute kaum noch Reste ihrer Existenz vorhanden. In Vélez-Málaga oder Álora hingegen, finden sich ganze, noch gut erhaltene Stadtteile, die die Verbreitung der Phönizier in gesamt Andalusien beweisen.

Torremolinos wurde von einer alten Römischen Straβe durchquert, die bis nach Cadiz führte und an deren Verlauf sich viele Pökelfabriken und Villen befanden. Von den elf bekannten Fabriken, befand sich eine am heutigen Camping Benítez, wo noch heute die Ruinen zu sehen sind.

Es wurden viel mehr römische Artefakte und Sarkophage gefunden. Doch während des Baubooms wurde deren historische Bedeutung völlig auβer Acht gelassen, sie wurden einfach zugeschüttet und überbaut, was den Verlust groβer Teile der Geschichte von Torremolinos zur Folge hatte.

Mitte der 90er Jahre entdeckte man am Plaza de la Cantabria eine kleine römische Nekropole mit mehreren menschlichen Körpern. Die Grabbeigaben lassen das Alter der Totenstadt auf etwa 2.000 Jahre schätzen. Daraus lässt sich die Existenz einer nahegelegenen römischen Siedlung aus dieser Zeit erschlieβen.

Die Araber

Der bekannte Verteidigungsturm Torre de los Molinos wurde im Jahr 1300 von der muslimischen Nasridendynastie errichtet, die zwischen dem 13. und 15. Jhdt. die Region Málaga beherrschte. Der Turm ist etwa 12 m hoch und wurde aus Lehmziegeln erbaut. Er besteht aus zwei Stockwerken mit Fenstern zum Meer. Heute ist er arg verfallen und einsturzgefährdet.

Es ist etwas kompliziert den Turm zu finden, doch wer Lust hat ihn zu besichtigen, folgt einfach der Straβe San Miguel im Zentrum Torremolinos’, und mit etwas Aufmerksamkeit entdeckt man ihn schlieβlich ziemlich am Ende.




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